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Die WM-Elf der Nicht-Nominierten

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Möchte man die meistgenutzten Namen und Wörter im Zusammenhang mit dem Thema Fußball dieser Tage auflisten, kommt man an folgenden Begrifflichkeiten nicht vorbei: Löw, Kuranyi und WM-Nominierungen.

Zu dem Thema ist allerdings alles gesagt (oder doch noch nicht genug?), daher beschäftigen wir uns mit anderen Spielern: Wir sagen euch, wer auf jeden Fall nicht bei der WM dabei sein wird, obwohl er es vielleicht ob seiner Leistungen verdient hätte – die WM-Elf der Nicht-Nominierten.

Es müllert im Tor: Heinz Müller (FSV Mainz 05)

Heinz Müller, die Nummer 1 in Deutschland nach vielen anderen. ©imago

Heinz Müller, die Nummer 1 in Deutschland nach vielen anderen. ©imago

Frankfurt, Hannover, Bielefeld, St. Pauli, Regensburg, Grenland, Lillestrøm, Barnsley, Mainz – was sich zunächst wie die Aschewolke-Heimreise der Bundeskanzlerin anhört, ist der Werdegang vom Mainzer Schlussmann Heinz Müller. Der gebürtige Frankfurter mit den perfekt sitzenden Haaren zeigt teils großartige Leistungen beim Karnevalsverein und hätte eine WM-Nominierung verdient, würde Deutschland nicht seit vielen Jahren über mehr herausragende Torhüter verfügen, als England seit Erfindung des Fußballs.

Die Abwehr halten zusammen: Holger Badstuber (Bayern München), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Tim Hoogland (FSV Mainz 05) und Christian Träsch (VfB Stuttgart)

Vier Spieler, vier Mannschaften – die Abwehr zeigt sich abwechslungsreich und mit Perspektive. Der Mainzer Kapitän Tim Hoogland ist mit Jahrgang 1985 der “älteste” Spieler. BVB-Abwehrass Mats Hummels, wenn auch am letzten Spieltag mit einem Eigentor Unglücksrabe, wird sich sicherlich in Zukunft in der A-Nationalelf wiederfinden. Und auf den Außenbahnen erledigen Christian Träsch und Bayerns Holger Badstuber unaufgeregt und solide ihre Defensivarbeit.

Aus dem Mittelfeld setzen die Impulse: Alexander Meier (Eintracht Frankfurt), Torsten Frings (Werder Bremen), Andreas Ottl (1. FC Nürnberg) und Marco Reus (Borussia Mönchengladbach)

Der Verbannte (Frings), der Geliehene (Ottl), der Forsche (Reus) und der Kraftvolle (Meier) – unterschiedlicher könnten die Spielertypen im Mittelfeld nicht sein. Andreas Ottl sichert hinten ab, während Torsten Frings seinen x-ten Fußball-Frühling erlebt und zum Torschützen am Fließband aufsteigt. Marco Reus dribbelt sich durch die Abwehrreihen von Frankreich, Italien und selbst die Spanier können ihn nicht stoppen und wenn doch, verwertet Alex Meier den Ball aus zweiter Reihe.

Geknippst wird bei: Michael Thurk (FC Augsburg) und Marius Ebbers (FC St. Pauli)

Ballert Pauli Richtung Fußball-Oberhaus: Marius Ebbers. ©imago

Ballert Pauli Richtung Fußball-Oberhaus: Marius Ebbers. ©imago

Jogi Löws Albtraum-Verursacher Kevin Kuranyi und Stefan Kießling außen vor gelassen, zeigt sich die Bundesliga mau, was deutsche Torjäger angeht (ansonsten wären Klose und Podolski ja auch nicht im Kader). Daher nehmen wir den Aufzug und fahren eine Etage herunter in Liga Zwei. Hier erwarten uns allerdings mehr als nur zwei einfache Liftboys. Michael Thurk (22 Tore) und Marius Ebbers (17 Treffer) ballern ihre Clubs Richtung Oberhaus und haben gemeinsam mehr Tore erzielt, als die gesetzten Stürmer der DFB-Elf auf der PlayStation.


19. April 2010 , 12:44 Uhr

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