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WM-Stars – Pelé oder Maradona?

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Alles ist gerichtet, die Endrunde der 19. Fußball-Weltmeisterschaft kann beginnen. Gesucht wird neben dem Weltmeister auch immer der Superstar: Wird es Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo? Oder ein Afrikaner? Unter allen Stars, die jemals an einer WM teilgenommen haben, ragen aus dem Kreis der Besten zwei noch ein Stück heraus.

Edson Arantes do Nascimento – Pelé
Der vielleicht beste Fußballer aller Zeiten erzielt in 1367 Spielen 1279 Tore. Von 1954 bis 1977 spielt er für nur drei Vereine: Bauru Atletico Clube, Santos FC und New York Cosmos. Mit 15 spielt er schon in der ersten Mannschaft von Bauru, auf Anhieb schießt er in 15 Spielen 40 Tore. Das weckt sofort das Interesse von Santos. Nach seinem Wechsel zu Santos FC bestreitet er am 7. Juli 1957 im Alter von 16 sein erstes Spiel im Nationaltrikot. Er wird für die WM 1958 nominiert, nachdem er in den letzten 65 Ligaspielen 71 Treffer vorzuweisen hat. Bei der Weltmeisterschaft geht der Stern des 17-Jährigen auf und Brasilien holt den Titel. Es folgen 1962 und 1970 zwei weitere WM-Titel.

War er der Beste? Die lebende Legende Pele.

War er der Beste? Die lebende Legende Pele.

Da es bis 1970 in Brasilien keine nationale Meisterschaft gibt, gewinnt Pelé “nur” zehn Mal die Stadtmeisterschaft von Sao Paulo, sowie fünf Mal die Taca do Brasil, die brasilianische Qualifikation für die Copa Libertadores, das südamerikanische Pendant zur Champions League. Die Copa Libertadores gewinnt er mit Santos FC in den Jahren 1962 und 1963. In den gleichen Jahren gewinnt Santos auch den Interkontinentalvergleich mit dem europäischen Landesmeisterpokal-Sieger. Zwischenzeitlich holt er sogar noch seinen Schulabschluss nach.

1971 beendet Pelé seine Karriere in der Selecao (91 Spiele/77 Tore). Dem abrupten Ende in der Nationalmannschaft geht ein Streit mit dem damaligen brasilianischen Verbandschef Joao Havelange voraus. Von 1975-1977 spielt er noch für New York Cosmos in der US-Profiliga. Am 1. Oktober 1977 beendet Pelé offiziell seine Karriere. Bei diesem letzten Spiel wird Pelé von den Spielführern aller Weltmeistermannschaften von 58-74 verabschiedet: Bellini, Mauro Ramos, Bobby Moore, Carlos Alberto und Franz Beckenbauer. Später wird er zu Südamerikas Fußballer des Jahrhunderts und zum Weltfußballer des Jahrhunderts gewählt.

Diego Armando Maradona
Pelé der Beste? In keinem anderen Land wird so heftig widersprochen wie in Argentinien. Die südamerikanischen Länder stehen sich in dieser Fußball-Glaubensfrage praktisch unversöhnlich gegenüber. Für die Argentinier gibt es nur Maradona. Mit seinem linken Fuß, in dem wohl mehr Gefühl steckt als bei anderen Menschen in den Händen, hat der aktuelle Nationaltrainer Argentiniens WM-Geschichte geschrieben. Sein Tor 1986 in Mexiko gegen England nach einem Solo über den halben Platz wird 2002 von der FIFA zum „WM-Tor des Jahrhunderts“ gewählt. Als Erinnerung an dieses Tor wird eine Maradona-Statue am Eingang zum Aztekenstadion angebracht.

Gleich an vier Weltmeisterschaften nimmt Maradona teil. Die erste 1982 und die letzte 1994 enden für das Fußball-Genie vorzeitig. 1982 in Spanien eröffnen alle Treter und Klopper die Jagdzeit auf den 21-Jährigen.
Unglaublich, was Maradona in diesen Hochzeiten der doppelten Manndeckung einstecken muss. Seine Nerven spielen nicht mit, gegen Brasilien tritt er zurück und sieht zu Recht Rot.

Die WM 1986 ist ganz allein seine WM: das Jahrhunderttor, die „Hand Gottes“ und der Zauberpass zum 3:2-Siegtor im Endspiel. Maradona spielt seit 1984 in Neapel, wo allein 75.000 Zuschauer zu seiner Vorstellung (!) ins Stadio San Paolo strömen. Als Maradona seinen Kopf aus dem Kabinengang steckt, geht ein Aufschrei durchs Stadion, dessen Luftzug Maradona gespürt haben will.

1990 scheint die letzte WM für Diego zu werden, bei dem das süße Leben, Drogen und andere Verlockungen deutliche Spuren hinterlassen haben. Trotzdem führt er die Argentinier ins Endspiel, prallt dort aber chancenlos an Guido „Diego“ Buchwald ab. Mit 33 Jahren nimmt Maradona dann doch noch an seiner vierten WM teil. Überragend, was der verschlankte Weltstar in den Gruppenspielen gegen Griechenland und Nigeria leistet. Doch diesmal liegt es nicht allein an seinem Jahrhunderttalent. Die Dopingjäger finden angeblich fünf (!) verschiedene Substanzen in seinem Urin, die auf der Dopingliste stehen. Das Aus für Diegos WM-Karriere als Spieler.

Was meint ihr? War Pelé der Beste oder Maradona? Oder ist Beckenbauer, Cruyff oder Zidane der Beste aller Zeiten? Eure Meinung ist ab sofort im Kommentar willkommen!


11. Juni 2010 , 12:00 Uhr

Kommentare

1

Horscht Bertl am 12.06.10 um 10:43 Uhr

Die besten aller Zeiten waren der Boss und Werner Kohlmeyer!!!






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