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Gewinnbringender Endspurt: Der FC Bayern in My Live Season

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Der FC Bayern München hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Sportlich gesehen erlebten die Münchner rechtzeitig vor Saisonhalbzeit einen Aufschwung und beendeten die Hinserie auf dem dritten Tabellenplatz in der Bundesliga. Wir spielten die Saison der Bayern mit “My Live Season” in FIFA 10 nach und bemerkte nicht wenige Übereinstimmungen mit dem alltäglichen Bundesliga-Geschäft.

“My Live Season” ist ein Spielmodus in FIFA 10 und kann gegen eine einmalige Gebühr freigeschaltet werden. Im Spielmodus entscheidet man sich für ein Team aus einer der europäischen Topligen und spielt dessen Spiele der laufenden Saison nach, inklusive aller Transfers, Verletzungen, Sperren und dazu auch aller realen Ergebnisse der anderen Teams.

Wenn wir uns an den Anfang der Saison erinnern, warf das Projekt Louis van Gaal beim deutschen Rekordmeister schon nach drei Spieltagen erstmals Fragen auf. Zum Auftakt gab es zwei Unentschieden gegen Hoffenheim und Bremen, in Mainz verlor man gegen das Überraschungsteam der Hinrunde gar mit 2:1.

In der virtuellen Liga versuchte ich mich nun daran, die Kritik am Trainer gar nicht erst aufkommen zu lassen. Doch Ausfälle wie der von Ballzauberer Franck Ribéry und die noch nicht getätigte Verpflichtung Arjen Robbens waren auch bei mir die Hauptargumente für einen holprigen Start. Gegen 1899 Hoffenheim gab es ein 2:2, die Woche danach verlor ich sogar gegen Thomas Schaafs Bremer mit 0:1. Besser lief es im Stadion am Bruchweg, denn gegen Mainz sprang der erste Saisonsieg heraus. Zum Auftakt stand ich also etwas besser da als die echten Bayern, glanzvolle Spiele konnte aber auch ich nicht abliefern.

Fand sich zuletzt im defensiven Mittelfeld wieder: Bayerns Bastian Schweinsteiger.

Fand sich zuletzt im defensiven Mittelfeld wieder: Bayerns Bastian Schweinsteiger.

In den Folgewochen kamen die Bayern nie in die Rolle des souveränen Meisterschaftsanwärters. Man besiegte zwar den Deutschen Meister aus Wolfsburg, musste aber mit der Niederlage beim HSV oder dem torlosen Unentschieden gegen den 1.FC Köln weitere Rückschläge einstecken.

Gegen die beiden Letztgenannten machte ich es besser und holte ein Unentschieden gegen Hamburg, während ich die Kölner mit 3:0 aus der Allianz Arena schoss. Im Gegenzug übergab ich allerdings Borussia Dortmund zum 100-jährigen Bestehen ein verfrühtes Geschenk und musste eine 1:2-Niederlage hinnehmen.

Fiel neben dem dauerverletzten Ribéry auch Robben aus, wurde es häufig eng in der Offensive, denn auch die Formkurve meiner Stürmer zeigte stetig nach unten – das mangelnde Selbstbewusstsein brachte Ivica Olic seinerzeit auf den Punkt: “Wenn man einmal von Anfang an spielt, hat man gleich unglaublichen Druck, alles richtig zu machen. Vielleicht ist es für mich momentan besser, eingewechselt zu werden.” Ein selbstbewusster Spieler hört sich anders an…

Zum Ende der Hinrunde startete der FCB dann eine Serie. Seit zehn Spielen hat man nicht mehr verloren, in den letzten vier Spielen gab es bayrische Siege zu bejubeln. Meine Bilanz sieht nicht ganz so gut aus, denn in Stuttgart setzte es die zweite Saisonpleite. Da ich allerdings die Werkself aus Leverkusen im direkten Duell besiegen konnte, befinde ich mich nun am Ende der Hinrunde ebenso wie der echte FC Bayern in Lauerstellung.

Eng verknüpft mit den jüngsten Erfolgen sind vor allem zwei Namen: Ivica Olic, der kroatische Dauerbrenner und Mario Gomez. Mit aufsteigender Form in der Bundesliga wurden die Werte der Beiden auch in meinem Spiel aufgewertet. Und nun rennt sich Olic die Seele aus dem Leib, während Mario Gomez fünf meiner letzten sechs Tore erzielte – Realität und Spiel stehen sich da in Nichts nach.

Einem dritten Platz in der Realität steht ein vierter Platz im Modus “My Live Season” gegenüber, der Punkteabstand zu Herbstmeister Leverkusen beträgt dabei ebenfalls nur zwei Punkte. Bleibt abzuwarten, ob der reale und virtuelle FC Bayern diesen Trend auch in der zweiten Saisonhälfte fortsetzen kann.


05. Januar 2010 , 13:00 Uhr