Der FUSSBALL MANAGER 10 von EA SPORTS bietet euch, neben zahlreichen anderen Funktionen, die Möglichkeit, alle Partien der Liga schon vor dem realen Spieltag zu simulieren. Wir spielen für euch deswegen jeden Freitag vorab das Topspiel des Spieltages durch. Hier in der FUSSBALL MANAGER 10 Spieltagsvorhersage erfahrt ihr heute, wie sich die TSG Hoffenheim beim Rückrunden-Auftakt beim FC Bayern München geschlagen hat.
Hätte Trainer Louis van Gaal geahnt, was ihn und seine Mannschaft beim Rückrunden-Auftakt im eisig kalten München erwartet, hätte er vermutlich den Aufenthalt der Bayern im sonnigwarmen Dubai auf unbestimmte Zeit verlängert. So landeten die Münchener allerdings auf den Hosenboden der Tatsachen und liefen dabei noch Gefahr sich einen gehörigen Gefrierbrand einzufangen.
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Erfolgsgaranten: Auf Sejad Salihovic (l.) und Vedad Ibisevic (r.) ist Verlass (Bild: Imago)
Vor dem Anpfiff der Bundesliga-Rückrunde hatten nicht weniger mit einem souveränen Durchmarsch des Rekordmeisters gerechnet. Schließlich war die Mannschaft von Louis van Gaal vor der Winterpause so schnell erstarkt wie man es sonst nur von Sylvester Stallone nach einer Schocktherapie mit Bullensteroiden gewohnt war. Dieses neue Gefühl der Stärke sollte also konserviert werden, doch anstatt zur Krafterhaltung im Eisschrank Deutschland zu überwintern, flüchteten die Bayern in die Sonne – und setzten ordentlich Schimmel an.
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Rhythmussuche wie beim Tanzkurs
In den Anfangsminuten tasteten sich beide Mannschaften in der ausverkauften Allianz-Arena schüchtern ab, wie zwei Teenager beim ersten Tanzkurs. Dabei merkte man beiden Seiten deutlich an, dass sie nach ihrem Rhythmus suchten. Dabei blieben sie anfangs allerdings so erfolgreich wie so mancher Teilnehmer einer Castingshow. Erst in der 17. Minute tauchte der FC Bayern das erste Mal gefährlich vor dem Tor von Timo Hildebrand auf. Nach einer schönen Flanke von Thomas Müller setzte sich Mario Gomez im Luftkampf gegen Josip Simunic durch, der Kopfball landete allerdings knapp über der Latte. Und auch Hoffenheim begann mit zunehmender Spieldauer, das Tempo zu erhöhen. Nach einer schönen Kombination von Sejad Salihovic und Demba Ba kam der Senegalese im Sechzehner zum Schuss, scheiterte jedoch an Hans-Jörg Butt, der über die Weihnachtsferien noch einmal ein paar graue Haare zugelegt hat (21. Minute).
Hoffenheim blieb am Drücker und kam durch Ibisevic (26.) und Ba (33.) zu weiteren Torchancen. Der FC Bayern zog sich zunehmend in die eigene Hälfte zurück, bei eigenem Ballbesitz war das Leder dann meist schneller Weg als das Vermögen von Franjo Poth. Allen voran Hoffenheims Sejad Salihovic konnte als Mittelfeldabräumer gefallen und sorgte immer wieder durch schnelle Pässe in die Spitze für Gefahr. Aus Gefahr wurde dann wenig später sogar Zählbares, als Ibisevic ein schönes Salihovic-Zuspiel per Kopf zum 1:0 verwandelte (39.). Die Führung war durchaus verdient, hatten die Hoffenheimer doch deutlich mehr in das Spiel investiert. Die Bayern hingegen zeigten sich in punkto Spielfreude so knauserig wie ein Schotte beim Trinkgeld.
Olic wie ein Nacktmull
In der zweiten Hälfte blieben beide Mannschaften unverändert und auch das Spiel gefiel sich weiterhin in der Variante: Hoffenheim hui, Bayern pfui. Selbst die halbherzigen Antriebsversuche von Freizeit-Gorilla Mark van Bommel verpufften an der Fassade des Schönspielerballets von der Isar. Der Kopf von Uli Hoeneß, der sich mittlerweile auf seinem neuen Präsidenten-Tribünenplatz gut eingelebt hat, leuchtete trotz winterlichster Bedingungen so rot wie eine Peperoni mit Sonnenbrand. Dass das nichts Gutes verheißt, weiß jeder in München. Doch es wurde nicht besser, vielmehr übernahm die TSG Hoffenheim jetzt vollends das Kommando auf dem Rasen. Salihovic schickte Demba Ba Mitte der zweiten Hälfte mit einem Traumpass in Richtung Vorentscheidung, doch der Senegalese wurde zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen (61.). Weiter ging es in Richtung Bayern-Tor: Erst scheitert Ibertsberger nach einer Ecke mit einem Kopfball an Philipp Lahm, der pflichtbewusst wie ein Pfadfinder den kurzen Pfosten abdeckte, wenig später kam der aufgerückte Marvin Compper in aussichtsreicher Position zum Schuss, der jedoch knapp am Tor vorbei schrammte (67.). Die beste Bayern-Chance der zweiten Hälfte hatte Ivica Olic, der sich in der Manier eines Nacktmulls durch die Hoffenheimer Abwehr grub und schlussendlich mit seinem Rechtsschuss am gut postierten Timo Hildebrand scheiterte (74.). Hoffenheim blies gegen Spielende zum finalen Halali und stürmte ein letztes Mal auf den Kasten von Hans-Jörg Butt. Der überragende Salihovic dribbelte so ungehindert durch das Bayern-Mittelfeld, als sei mit einem Access-All-Areas Pass ausgestattet und bediente den freistehende Vedad Ibisevic mustergültig. Doch der Bosnier schloss überhastet ab und scheiterte am Bein des hineingrätschenden Daniel van Buyten. So blieb es beim vollkommen verdienten 2:0 für die Hoffenheimer, die sich mit diesem Sieg ein wundervolles, nachträgliches Weihnachtsgeschenk gemacht haben.
Die Lehren des Spiels: Der FC Bayern fängt im neuen Jahr da an, wo er auch zu Beginn der Saison angefangen hatte – am Nullpunkt. Der Rekordmeister verpasste durch eine indiskutable Leistung den Sprung an die Tabellenspitze. In dieser Form muss die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal sogar aufpassen, dass sie nicht schneller aus der Top Five rutscht, als eine Single von Alexander Klaws.
Spieler des Spiels: Sejad Salihovic. Dem Bosnier tut die größere Verantwortung als Kapitän der Hoffenheimer sehr gut. Das frühere enfant terrible ist zum Führungsspieler gereift, treibt seine Mannschaft an wie ein alter Hase. Er ist nur wesentlich schneller.
Kommentare
Matze... am 16.01.10 um 15:11 Uhr
Schön wär´s gewesen.....RaWo am 16.01.10 um 21:42 Uhr
Yep, da ist wohl zu wenig Geld geflossen... :DLOL am 17.01.10 um 00:38 Uhr
Das Spiel muss ja richtig schlecht sein :)Kommentar abgeben