Der FUSSBALL MANAGER 10 von EA SPORTS bietet euch, neben zahlreichen anderen Funktionen, die Möglichkeit, alle Partien der Liga schon vor dem realen Spieltag zu simulieren. Wir spielen für euch deswegen jeden Freitag vorab das Topspiel des Spieltages durch. Hier in der FUSSBALL MANAGER 10 Spieltagsvorhersage erfahrt ihr heute, wie sich Hannover 96 beim SC Freiburg geschlagen hat.

Hilft nur da noch Beten? Hannovers Elson sucht im Tabellenkeller die Hilfe von ganz oben (Bild: Imago)
„Hallo hier ist Nürnberg – wir melden uns vom Abgrund“, ächzte Radio-Legende Günther Koch im Sommer 1999 in sein Mikrofon und meldete sich so vom spannendsten Abstiegskampf der Bundesliga-Historie. Heute, über zehn Jahre danach, steht Nürnberg wieder dem Abgrund (Platz 16.) nahe, doch noch größere Existenzsorgen herrschen in Freiburg (Platz 15.) und Hannover (Platz 17.).
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Und auch das Spitzenspiel des Tabellenkellers konnte keine der beiden Mannschaften für Entspannung sorgen. Denn sowohl die spielfreudigen Freiburger als auch die hoffnungslos gehemmten Hannoveraner vermochten in einem fahrigen Spiel nicht zum Befreiungsschlag anzusetzen. So herrscht im Süden wie im Norden der Republik weiterhin graue Tristesse. Und Nürnberg ist nun nicht mehr allein am Abgrund.
Djakpa spielt wie das personifizierte Abstiegsgespenst
Hannover stütze seine vagen Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis nach zuletzt neun Niederlagen in Folge auf den wieder genesenen Angreifer Ya Konan gelegt. Doch der 25-jährige Ivorer brauchte ganze 15 Minuten bis zu seiner ersten Ballberührung – sinnbildlich verstolperte er den Ball mit der Anmut eines Nilpferdes. Und auch auf dem Rest des Spielfeldes versuchten sich die 22 Profis erst einmal auf das kleine Einmaleins des Fußballs. Passen, Stoppen, Passen – für mehr war erst einmal kein Platz. Lediglich Freiburgs Ivica Banovic versuchte sich einmal mit einem kunstvoll geschlenzten Freistoß, den Hannovers Torwart Fromlowitz allerdings problemlos parieren konnte (19. Minute). Unrühmlicher Höhepunkt der Anfangphase: Hannovers Djakpa wurde auf der Außenbahn schön frei gespielt, irrte dann aber samt Ball ins Seiten-Aus, als sei er das Abstiegsgespenst höchstpersönlich.
Idrissou indiskutabel, Bechmann sofort da
Freiburgs Trainer Robin Dutt reagierte früh auf den Anti-Fußball seiner Mannschaft und wechselte für den indisponierten Idrissou Tommy Bechman ein (28.). Und der Däne brachte sich gleich gut ein, hatte er doch nach schönen Schuster-Zuspiel die erste echte Torchance des Spiels. Doch sein Kopfball fand sein heimeliges Zuhause in den Armen von Fromlowitz. Und Hannover? Jede einzelne Aktion der Leinestädter könnte im Wörterbuch den Begriff „Unsicherheit“ eindrucksvoll bebildern. Momentan scheint für Slomkas Mannen jeder noch so beiläufige Kurzpass einem Meisterwerks Da Vincis zu gleichen, von dem sie noch nie gehört haben. Wenigstens in der Defensive erlaubten sich die 96er keine gröberen Patzer, so dass die erste Halbzeit unansehnlich und torlos in die Pause trudelte.
Keine Wechsel. Hannover mit Oberwasser
Wenn Slomka reagieren hätte können, so hätte er es wohl getan, doch die Verletzungsmisere traf die Hannoveraner zuletzt auch noch. Das ist als habe man die Pest – und kriegt dann noch Cholera. So ist es wohl Slomkas Worten in der Kabine zu verdanken, dass sich zumindest eine leicht verstärkte Hannoveraner Mannschaft bemühte, das Heft in Hälfte zwei federführend in die Hand zu nehmen. Nach einer schönen Kombination zwischen Kone und Elson kam der ivorische Angreifer frei zum Schuss. Freiburgs Pouplin war bereits geschlagen, doch Krmas konnte in letzter Sekunde auf der Linie klären (48.). Die anschließende Ecke zwirbelte wiederum Elson auf den Kopf von Kapitän Christian Schulz, dessen Kopfball jedoch knapp über die Latte streifte (49.). Doch anstatt die Marschroute beizubehalten, schalteten die 96er wieder zwei Gänge zurück.
Armer Elson
Freiburg übernahm das Zepter dankbar und kombinierte sicher durch das Mittelfeld. Vor allem Banovic konnte als ordnende Hand im Mittelfeld überzeugen. Allerdings verpufften die meisten der vorgetragenen Freiburger Angriffe spätestens an der Strafraumgrenze, die die Hannoveraner abriegelten wie die Grenzpolizei Berlins Osten bis 1989. Torchance waren Mangelware. Gegen Ende der Partie deutete auf Hannoveraner Seite Elson an, dass seine Ideen den 96er eine echte Hilfe sein könnten. Doch momentan wirkt der Brasilianer als Kreativkraft in Hannovers Spiel so fehl am Platz wie ein Wüstenfuchs in der Antarktis.
Die letzte Chance des Spiels hatte dann noch einmal Freiburgs Cisse. Doch auch der zuletzt so treffsichere Stürmer fand seinen Meister in Fromlowitz. Am Ende steht für beide Mannschaften ein Punkt zu Buche, der keinem so richtig weiter hilft. Doch während Freiburgs Spiel wenigstens Hoffnung auf bessere Zeiten macht, sieht es in Hannover weiterhin düster aus. Mit dieser gehemmten Mannschaft steht Hannover nicht nur am Abgrund, sondern ist schon einen großen Schritt weiter.
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Lehren des Spiels: Dass der Abstiegskampf kein Wattewerfen ist, wussten beide Mannschaften schon vorher. Dennoch ist es erstaunlich wie unterschiedlich beide Mannschaften sich aus diesem Schlamassel befreien wollen. Während Freiburg auf seine spielerische Stärke vertraut, und zumindest versucht das Spiel in die Hand zu nehmen, beschränkt sich Hannover auf biederes Verteidigen, vorne regiert das Prinzip Hoffnung.
Spieler des Spiels: Florian Fromlowitz. Konnte sich nur selten auszeichnen, war aber immer fehlerfrei zur Stelle, wenn er gefragt war. Geht mit selbstbewusster Körperhaltung voran und treibt seine Vorderleute immer wieder an. Die Formkrise vom Beginn der Rückrunde ist vergessen, Fromlowitz ist nun wichtiger Führungsspieler.
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