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DIE FUSSBALL MANAGER 10 SPIELTAGSVORHERSAGE: SCHALKE 04 VS. BORUSSIA DORTMUND

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Der FUSSBALL MANAGER 10 von EA SPORTS bietet euch, neben zahlreichen anderen Funktionen, die Möglichkeit, alle Partien der Liga schon vor dem realen Spieltag zu simulieren. Wir spielen für euch deswegen jeden Freitag vorab das Topspiel des Spieltages durch. Hier in der FUSSBALL MANAGER 10 Spieltagsvorhersage erfahrt ihr heute, wie sich Borussia Dortmund bei Schalke 04 geschlagen hat.

Der Dortmunder Großkreutz (r.) stand beim Ruhrpott-Derby im Mittelpunkt des Interesses (Bild: Imago)

Der Dortmunder Großkreutz (r.) stand beim Ruhrpott-Derby im Mittelpunkt des Interesses (Bild: Imago)

Das Ruhrpott-Derby ist kein Streichelzoo-Besuch. Vielmehr braucht jeder Beteiligte mindestens eine Nahkampfausbildung, um halbwegs unbeschadet aus diesem jährlichen Wettraufen zu kommen. Und so dominierte auch beim diesmaligen Duell Schwarz-Gelb gegen Königsblau Kampf vor Klasse. Einen Gewinner gab es nicht. Zumindest nicht auf dem Rasen.

Der Dortmunder Kevin Großkreutz wird niemals Publikumsliebling auf Schalke werden. Das ist mit Sicherheit auch nicht sein primäres Lebensziel. Ganz im Gegenteil, der 21 Jährige gefällt sich gut in der Rolle der Reizfigur. So wird er es ihn nicht überrascht haben, als er bereits beim Warmlaufen mit gellenden Liebesbekundungen aus der Schalker Nordkurve bedacht wurde. Doch das schien den ehemaligen Ahlener nicht weiter zu belasten, denn vor allem in der ersten Hälfte avancierte Großkreutz zur Ein-Mann-Unterhaltung in der Dortmunder Offensive.  Immer wieder stach Großkreutz in die Schnittstellen der Schalker Abwehrkette und setzte Schalkes Torwart Manuel Neuer gleich zu Beginn mächtig unter Druck. Doch sowohl sein Flachschuss aus der 7. Minute als auch sein Kopfball aus Minute fünfzehn konnten das Schalker Gehäuse nicht entscheidend gefährden. Schalke hingegen spielte bieder wie ein kniggetreuer Schuljunge und hielt sich in der Offensive vornehm zurück.

Offensivbemühungen zum Weinen

Beim Anblick der königsblauen Angriffsbemühungen wandelt der geneigte Zuschauer minütlich zwischen einem Lach- und einem Weinkrampf. Rakitic und Co. tapsten so unbeholfen mit dem Ball durch das Mittefeld, dass Dortmunds Defensive im ersten Durchgang getrost in den Standby-Modus hätten schalten können. Vielmehr verwandelte das Spiel sich mit zunehmender Dauer in einen halbe Schulhofschlägerei, hatten sich doch beide Mannschaften offensichtlich darauf verständigt, eine Großteil ihrer kostbaren Zeit mit Schubsen, Treten und der altbekannten Rudelbildung zu verbringen. Das Ergebnis: Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte stolzen 11 Gelbe Karten in der ersten Hälfte. Fußball wurde indes nur nebenbei gespielt. Kurz vor der Pause testete Dortmunds Angreifer Valdez Manuel Neuer ein weiteres Mal auf seine Sprungkraft. Ein weiteres Mal behielt der Blonde mit den großen Lippen die Oberhand (41.). Dann ging es in die Halbzeit.

Zweite Halbzeit besser

Nach der Halbzeitpause gab es Überraschendes. Denn scheinbar hatten beide Trainer ihre Mannschaften darauf hingewiesen, dass die über 60.000 Zuschauer nicht gekommen waren, um die Profis beim Infight zu beobachten, sie wollten Fußball sehen. Den bekamen sie dann, überraschenderweise sogar von den Schalkern. Vor allem Jefferson Farfan blühte förmlich auf wie eine Osterglocke im Frühling. Sein Rechtsschuss aus 18 Metern schrammte nur knapp am Erfolgserlebnis vorbei (51.), eine wunderschöne Flanke konnte, der ansonsten abgemeldete Kuranyi nicht mehr mit genügend finalen Kopfballglanz verleihen (58.). Der Ball landete butterweich in den Armen von Roman Weidenfeller. Doch Schalke setzte nach, selbst Ivan Raktic gelangen plötzlich Pässe, von denen er zuvor wohl nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Einzig bei der königsblauen Verwertung der Chancen hakte es wie auf einer maroden Müllverbrennungsanlage. Ein weiterer Kuranyi-Kopfball konnte erneut von Weidenfeller pariert werden (64.), ein Freistoß von Ivan Rakitic klatschte an den Pfosten. Pustekuchen. Dortmund konnte sich nur sehr selten aus der Schalker-Umklammerung befreien, einzig eine Halbchance des schwachen Zidan kann mit viel wohlwollen vermerkt werden (73.) der Fokus des Spiels legte sich gegen Ende dann wieder auf die Reizfigur Großkreutz.

Keine Tore, aber ein Gewinner

Nach einer unschönen Grätsche des Dortmunders gegen Rafinha kam der bereits verwarnte Großkreutz ohne Karte davon, ließ sich aber anschließend zu einer abwertenden Geste in die Schalker Fankurve hinreißen. Kurz gesagt: Er reckte den Mittelfinger in die Gelsenkirchener Abendluft. Fußball wurde zur Nebensache, denn fortan konzentrierte sich ein Großteil der Zuschauer darauf, jede Aktion von Großkreutz mit blankem Hass zu begleiten. Klopp reagierte und machte Großkreutz zur Auswechslung bereit. Doch bevor sein Trainer ihn schützen könnte, kam Großkreutz ihm zuvor und beförderte sich selbst vorzeitig zum Duschen. Nach einem Schubser gegen Rafinha konnte Gräfe nicht mehr anders und gab Gelb-Rot. Die Zuschauer hatten ihren Frieden gefunden und freuten sich über die Hinausstellung wie über einen 7:0 Sieg gegen die Dortmunder. Dass das Spiel in der Schlussphase weniger zu bieten hatte als ein Mittelloser bei ebay war die nebensächlichste Nebensache der Welt. 0:0, kein Gewinner auf dem Rasen, und trotzdem sah man beim Verlassen des Stadions auf königsblauer Seite in glückliche Gesichter. Sieger werden eben nicht immer durch Tore gemacht.


26. Februar 2010 , 15:06 Uhr

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