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Die Fussball Manager 10 Spieltagsvorhersage: Schalke 04 vs. TSG Hoffenheim

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Der FUSSBALL MANAGER 10 von EA SPORTS bietet euch, neben zahlreichen anderen Funktionen, die Möglichkeit, alle Partien der Liga schon vor dem realen Spieltag zu simulieren. Wir spielen für euch deswegen jeden Freitag vorab das Topspiel des Spieltages durch. Hier in der FUSSBALL MANAGER 10 Spieltagsvorhersage erfahrt ihr heute, wie sich die TSG Hoffenheim bei Schalke 04 geschlagen hat.

Augen zu und durch: Schalke gegen Hoffenheim war kein Fußballleckerbissen (Bild: Imago)

Augen zu und durch: Schalke gegen Hoffenheim war kein Fußballleckerbissen (Bild: Imago)

Das Paradies ist abgebrannt! Zumindest vorerst, denn in Hoffenheim kehren die Überflieger der Vorsaison langsam auf den harten Boden der Realität zurück. Die Rangnick-Elf, die vor gar nicht allzu langer Zeit die Liga mit Tempofußball englischer Prägung überrannte, wirkt derzeit wie eine schlechte Schwarz-Weiß-Kopie von sich selbst: Alles ist irgendwie leicht verrutscht, die Handschrift des Trainers bis zur Unkenntlichkeit verschwommen. Ganz anders der FC Schalke: Dessen Fußball ist so kühl wie eine Tonne Schnee, ist kompakt wie Wladmir Klitschkos Oberarm und so unspektakulär wie die 20. Ehe-Aus von Lothar Matthäus. Und so reichte der Mannschaft von Felix Magath auch gegen die schlampige Kopiervorlage Hoffenheim eine durchschnittliche Leistung zu einem letztlich ungefährdeten Sieg.

Schalke spielt “Schweinchen in der Mitte”

Einzig Vedad Ibisevic versuchte sich von Beginn an als einsamer Farbtupfer im tristen Arrangement des Hoffenheimer Spiels. So kam der Bosnier gleich zu Beginn der Spiels jeweils nach einer Einzelaktion zu zwei gefährlichen Aktionen auf das Tor der Schalker, scheiterte aber erst an Chiara-Ohoven-Double Manuel Neuer im Schalker Tor (7.Minute), später dann am Vorzeigeoberschenkel des Abwehrturms Marcelo Bordon. In der Folge übernahm der FC Schalke die Kontrolle über das Spie,l und schienen sich dabei vor allem in einem neuen Ballbesitz-Rekord zu üben. Der Ball zirkulierte mit einer Sicherheit durch die Reihen der Schalker wie sonst nur eine Flasche Vodka auf einer polnischen Hochzeit. Hoffenheim mühte sich immer wieder mit aggressiven Pressing an das Spielgerät zu kommen, war dabei aber immer einen kleinen Schritt zu spät.

So erinnerten die Bemühungen der Hoffenheimer phasenweise an das böse Schulhofspiel „Schweinchen in der Mitte“: Die Kraichgauer reckten und streckten sich, während die Schalker sich eine Spaß auf der Ballzirkulation machten. Schon nach 30 Minuten hallten die ersten “Olé”-Rufe von den Rängen, was Nachwuchs-Matador Ivan Rakitic zu einigen übermütigen Schussversuchen aus der zweiten Reihe animierte, von denen einzig einer Hoffenheims Torwart Timo Hildebrand zu einer Parade zwang (34.). Doch kurz vor der Pause ging es dann auf einmal ganz schnell: Nach einer Hoffenheim Ecke fing Neuer den Ball ab und warf ihn blitzschnell  zum davoneilenden Jefferson Farfan. Der Peruaner leitete direkt weiter auf den mitgelaufenen Vicente Sanchez, der Hildebrand aus 20 Metern eiskalt überlupfte. Das 1:0 für Schalke (43.)

Hoffenheim undizipliniert, Schalke spielt Skat

Und auch nach der Pause blieben die Verhältnisse grundsätzlich unverändert. Zwar brachte Ragnick mit Eichner einen neuen Mann für die Außenbahn, doch auch der konnte dem Hoffenheimer Spiel keinen Nachdruck verleihen. Negativer Höhepunkt des Kraichgauer Offenbarungseids war das überharte Einsteigen des jungen Argentiniers Zucculini gegen Joel Matip, dass eigentlich mit Rot hätte bestraft werden müssen. Doch Schiedsrichter Meier gewährte Zucculini offenbar Welpenschutz und beließ es bei einer Ermahnung. Es spricht für Magaths strenges Regiment in Gelsenkirchen, dass sich seine junge Mannschaft nicht auf die  Nicklichkeiten der Hoffenheimer einließ, sondern weiter so streng auf ihrer unterkühlten Spielidee (Getreu der Regel: “Nur keine Experimente”) verharrte wie man es sonst nur von eingesessenen Skatrunden kennt.

Magath brachte in der Schlussphase den Brasilianer Edu für die untergetauchten Kuranyi. Und der Brasilianer sorgte gleich für Wirbel: Nach einem schönen Doppelpass mit Vicente Sanchez scheiterte Edu allerdings auf heraus stürmenden  Hildebrand (73.). Die anschließende Ecke landete wiederum auf dem Kopf des Schnäppchen-Brasilianers, der allerdings knapp verzog (74.). Damit war Edu in seine ersten zwei  Spielminuten bereits gefährlicher als der indisponierte Kuranyi in den 72. Minuten zuvor. Und auch Hoffenheim bäumte sich ein letztes Mal auf: Nach einem mustergültigen Zuspiel von Carlos Eduardo eilte Vedad Ibisevic in Richtung Ausgleich, traf allerdings nur den Pfosten (83.). Hoffenheim machte auf und drängte auf den Ausgleich, doch mit dem letzten Angriff des Spiels kam dann die Entscheidung: Rakitic setzte sich gegen zwei Hoffenheimer durch und hatte noch das Auge für den freistehenden Sanchez. Der sah wiederum den heraneilenden Christoph Moritz, der aus 16 Metern direkt in die Maschen einnetzte. Hildebrand war chancenlos und glich sich damit seinen Kollegen an, die über die 90 Minuten mit der Ausnahme Ibisevic den nüchtern aufspielenden Schalkern nicht genug entgegen zu setzen hatten.

Die Lehren des Spiels: Der Zauber ist fort, Hoffenheim ist im Mittlemaß der Liga angekommen. Die Ragnick-Elf offenbart vor allem im Spielaufbau Schwächen und kann sich zudem in puncto Defensivstabilität noch einiges von Gelsenkirchenern abschauen. Derzeit ist Hoffenheim kein Kandidat für den europäischen Wettbewerb und muss aufpassen, dass sie nicht nach unten durchgereicht werden.

Spieler des Spiels: Vicente Sanchez. Der Uruguayer sollte eigentlich von Felix Magath abgeschoben werden, entwickelt aber in dieser Drucksituation ungeahnte Stärken. Sorgt mit seinen oft waghalsigen Dribblings immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Abwehr und ist in dieser Form sicherlich keine echte Verkaufsoption für Power-Seller Magath.


29. Januar 2010 , 13:38 Uhr

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