Der FUSSBALL MANAGER 10 von EA SPORTS bietet euch, neben zahlreichen anderen Funktionen, die Möglichkeit, alle Partien der Liga schon vor dem realen Spieltag zu simulieren. Wir spielen für euch deswegen jeden Freitag vorab das Topspiel des Spieltages durch. Hier in der FUSSBALL MANAGER 10 Spieltagsvorhersage erfahrt ihr heute, wie sich der FC Bayern beim Meister VfL Wolfsburg geschlagen hat.

Der kleine Mann und er Ball: Arjen Robben war gegen Wolfsburg einer der Besten (Bild: Imago)
Als im April des vergangenen Jahres das Spiel des FC Bayern beim VfL Wolfsburg abgepfiffen wurde, roch es nach 90 Minuten bis in den letzten Winkel des Wolfsburger Stadions nach einer echten Wachablösung im deutschen Fußball. Soeben hatten Grafite und Co. den wankenden Riesen FCB mit einem 5:1 den Boden unter den Füßen weggezogen und das ungeahnte Slapstick-Potential der ansonsten bierernsten bajuwarischen Fußballmacht offen gelegt. Nach dem Abpfiff der heutigen Partie beider Mannschaft scheint das bayrische Krisenjahr 2009 Lichjahre entfernt.
So dominant wie in den Partien der letzten Wochen marschierten die Bayern auch über den amtierenden Meister aus der Autostadt hinweg, der sich seinerseits in einer Sinnkrise zu befinden scheint wie der FCB im April 2009. Dabei hatte alles so gut angefangen. In den Anfangsminuten ließen Dzeko und Grafite alte Qualitäten aufblitzen, die aber derzeit vor allem an einem Punkt mangelhaft sind – dem Abschluss. So scheiterte erst Grafite mit einem Kopfball am glänzend aufgelegten Bayern-Keeper Hans-Jörg Butt (4. Minute), wenig später testet Dzeko den Torwart-Oldie mit einem sauberen Schuss aus 21 Metern (7.) Wolfsburg blieb am Drücker, erarbeite sich ein Übergewicht im Mittelfeld und dominierte die Anfangsphase. Der FC Bayern lauerte hingegen auf den einen Fehler in der nach wie vor verunsicherten Hintermannschaft der Wolfsburger. In der 21. Minute war es dann so weit: Nach einer Wolfsburg-Ecke schaltet der FC Bayern blitzschnell um. Butt bediente den losbrausenden Robben mit einem genauen Abwurf und der Holländer zündete die zweite Stufe seinen Turbos. Er drang in den Wolfsburger Sechzehner ein und legte quer auf den freistehenden Mario Gomez, der Wolfsburg-Torwart André Lenz problemlos überwand.
Misimovic in der Klemme
Doch Wolfsburg fing sich schnell. Setzte auf gut organisiertes Angriffspiel und suchte immer wieder den Spielmacher Misimovic. Der allerdings war bei Bayerns Doppelsechs van Bommel-Schweinsteiger allerbestens aufgehoben und haderte früh mit sich und der Welt. Doch eine Aktion des Bosniers reichte, um den Ausgleich vorzubereiten. Mit einem schönen Dribbling befreite sich Misimovic aus der Verfolgung Schweinsteigers, setzte Edin Dzeko ein, der trocken zum Ausgleich in die kurze Ecke verwandelte (33.). Doch anstatt sich am Ausgleichstreffer aufzubauen, verloren die Wölfe in der Folge die Ordnung, was vor allem Arjen Robben mit seinen unnachahmlichen Tempodribblings zu nutzen wusste. Erst versuchte es der Mann mit der roten Unterhose selbst, scheiterte jedoch knapp (39.). Kurz vor der Pause servierte er dann mit einem schönen Lupfer Thomas Müller den Führungstreffer auf dem blankpolierten Silberteller, doch der Nachwuchsstar vergab überhastet.
Ribery liebt den Ball und sich selbst
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte nahm der VfL das Heft in die Hand, ohne jedoch Zählbares zu erwirtschaften. Ganz anders die Bayern, die Mitte der zweiten Hälfte nach und nach den Druck erhöhten und in Führung gehen konnten. Wieder traf Gomez nach Vorarbeit von Schweinsteiger (61.). Wolfsburg ließ sich nun zunehmend hängen, so dass der eingewechselte Ribery zusammen mit Robben zu einem Offensivspektakel ansetzte. Immer wieder brachen die beiden Ballstreichler über die Außenbahnen durch, wobei sich aber vor allem Ribery immer wieder selbstverliebt vertändelte bevor es wirklich gefährlich werden konnte.
Erst als er von Barzagli im Sechzehnmeterraum gelegt wurde, zeigte Ribery Handfestes und schubste den italienischen Verteidiger um, was Schiedsrichter Manuel Gräfe allerdings nur mit Gelb bestrafte. Ribery nahm sich die Kugel und verwandelte den fälligen Elfmeter locker zur 3:1 Führung (74.). Wolfsburg einzige ernsthaft Chance auf den Anschluss verhallte schlussendlich mit einem lauten Knall am Pfosten des Bayern-Gehäuses. Zuvor hatte Grafite aus der Distanz abgezogen (82.)  Schlussendlich gingen die Bayern ungefährdet als verdienter Sieger vom Platz und konnten so die Schmach vom April 2009 bis auf Lichtjahre vergessen machen.
Lehren des Spiels: Die Maschine rollt weiter. Der FC Bayern in dieser Form ist nur sehr schwer zu stoppen. Auch für die Wolfsburger, die zumindest über weite Teile der ersten Hälfte gefällig mitspielten war der Druck von Robben, Gomez und Co. irgendwann zu groß, so dass die Hoffnungen auf eine erneute Gala gegen den Rekordmeister schnell begraben werden mussten.
Spieler des Spiels: Mario Gomez. Der Tor-Schönling kommt in Fahrt und profitiert dabei auch von der Turbo-Flügelzange Robben-Müller (Ribery). Dennoch wirkt der Nationalspieler von der Körpersprache selbstbewusster als noch in der Hinrunde und schießt sich Tor um Tor in WM-Form.
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