Derzeit quälen sich alle Mannschaften durch ihre Trainingslager, um gut in die Rückrunde zu starten. Wir blicken bereits heute in die gläserne Kugel und zeigen, was uns in der zweiten Hälfte der Saison so alles erwartet.
Januar

Franck Ribery langweilt sich. Seine Verletztungen lassen keinen Einsatz zu (Bild: Imago)
Ein Paukenschlag zum Rückrundenauftakt: Der extrem ersatzgeschwächte FC Bayern München verliert gegen die TSG Hoffenheim mit 3:0. Und auch in den folgenden beiden Spiele gegen Bremen und Mainz müssen die Münchener den Platz als Verlierer verlassen. Trainer van Gaal schimpft auf die medizinische Abteilung, die es einfach nicht schafft, das Millionen-Lazarett um die verletzten Ribery (erst Nagelbettentzündung, dann eine wunde Stelle am Ellbogen und zuletzt ein leichter Husten), Klose (Schilddrüsenunterfunktion), Robben (Zwicken im Knie, Fuß und noch irgendwo), van Bommel (Rasenallergie) und Tymoschuck (Haarbruch) nicht wieder fit kriegt. Zu allem Überfluss steht nun auch wieder Michael Rensing im Tor, da Hans-Jörg Butt in der Sonne von Dubai zunehmend viele Altersflecken an seinem körper entdeckt hat, die er nun unbedingt entfernen lassen will. Kurzum: Der FC Bayern fällt schon wieder aus der Spitzengruppe. Sofort gehen die Diskussionen um Trainer van Gaal wieder los, der sich zu einem Ausraster hinreißen lässt: „Ich bin kein Gott und auch nicht Mohammed“, faselt der Holländer auf einer Pressekonferenz. Er wird fortan mit Personenschutz auf dem Trainingsplatz begleitet.
Und auch auf Schalke läuft es nicht gerade nach Plan. Die 21 Neuverpflichtungen, die Felix Magath im Winter aus dem Hut zauberte, bringen etwas Chaos in die frisch geordneten Schalker Verhältnisse. Einzig Rafinha bekommt von all dem nichts mit, er befindet sich mittlerweile wieder in Brasilien um persönliche Dinge zu klären.
Wolfsburg hingegen mausert sich schon wieder zur Rückrundenmannschaft:  Trainer Armin Veh und sein neuer Manager Dieter Hoeneß haben ganze Arbeit geleistet und im letzten Moment einen bis dahin unbekannten Verteidiger namens Judas Friedlich verpflichtet. Das Besondere, der Verteidiger spielt dank einer DFB-Sondergenehmigung mit einer schwarzen Sturmhaube und Sonnenbrille. Angeblich hat Friedlich eine Allergie gegen Sonnenstrahlen. Der Verteidiger spielt in seinem extravaganten Outfit allerdings so überzeugend, dass Bundestrainer Jogi Löw ihm Hoffnung auf eine WM-Teilnahme macht.
Tristesse bei der Hertha. Auch die Neuverpflichtungen Kobiashvili, Gekas, Hubnik und Axel Kruse helfen der Hertha nicht weiter. Dabei hatte Trainer Funkel nach Kruses Comeback extra sein Spielsystem umgestellt („Wir spielen nicht mehr 4-4-2, sondern hoch und weit.“) Zudem vermisst die Hertha ihren Abwehrchef Arne Friedrich, der auf eigenen Wunsch eine Rucksackreise nach Paraguay machen wollte und sich aus seinem Vertrag rausgekauft hat.
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Februar

Party in Stuttgart. Der VfB Stuttgart schlägt den FC Barcelona in der Champions League (Bild: Imago)
In Stuttgart hingegen werden High-Five am Fließband verteilt. Unter Neu-Trainer Christian Gross setzt der VfB zum Höhenflug an. Aleksander Hleb schießt in den ersten Ligaspielen sagenhafte sieben Tore und verträgt sich sogar wieder mit dem Mannschaftsarzt. Und auch in der Champions League sorgt der VfB für eine Überraschung und schlägt den FC Barcelona im Hinspiel mit 1:0. Allerdings tritt der spanische Meister ohne Messi, Ibrahimovic, Henry, Puyol, Xavi und Iniesta an. Die Spieler hatten sich dummerweise am Spielabend für Werbeaufnahmen bei der UNICEF verpflichtet.
Bei den Bayern brodelt es weiter. Zwar kann sich van Gaal durch zwei geschickte Schachzüge etwas aus dem Kreuzfeuer ziehen (neben dem Blitztransfer von Ali Karimi zu den Bayern korrigierte van Gaal sein Zitat aus dem Januar „Ich meinte Mohammed Ali, den Boxer“), dennoch verkommt der Bayern-Kader langsam zu einer Hypochonder-Selbsthilfegruppe. Nun melden sich auch Mario Gomez (allergischer Schock nach Überkonsum von Energy Drinks) und Daniel van Buyten (steifer Hals nach einem Show-Wrestlingkampf bei den WWE-Allstars) krank. Mittlerweile haben die Bayern nur noch 12 fitte Profis und müssen sogar Christian Lell reaktivieren. Auch Mehmet Scholl soll sich zum Fitness-Test bei Dr. Müller-Wolfarth melden.
Das Überraschungteam der Rückrunde ist bisher Mainz 05. Die Mainzer spazieren von Sieg zu Sieg. Trainer Thomas Tuchel bekommt ein Angebot vom FC Chelsea, lehnt aber dankend ab.
Die erste Trainerentlassung der Saison steht ins Haus: Der 1. FC Köln mittlerweile Tabellenvorletzter trennt sich von Zvonimir Soldo. Nach Absagen von Christoph Daum, Klaus Toppmöller, Willi Entemann und Lothar Buchmann stehen die Kölner kurz vor einer Verpflichtung von Mirko Slomka. Doch in letzter Sekunde entscheiden sich die Kölner noch einmal um  und übergeben das Amt des Spielertrainers an Lukas Podolski. Mirko Slomka zeigt sich als fairer Verlierer und gibt zu: „Podolski ist fachlich einfach besser.“
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März

Wer ist Judas Friedlich? Das fragt man sich nicht nur in Berlin. (Bild: Imago)
Winkt der nächste Transferskandal? Hertha BSC legt Protest beim DFB ein. Nach der 0:7 Heimniederlage gegen Wolfsburg vermuten die Berliner, dass es sich beim Wolfsburger Verteidiger Judas Friedlich um den verschollenen ehemaligen Berliner Abwehrchef Arne Friedrich handelt. Angeblich soll Friedlich während des Spiels die Hertha-Spieler nach seiner ehemaligen Heimat Berlin befragt haben. Auch die leicht hüftsteif anmutenden Bewegungen Friedlichs erinnern viele Berliner an den ehemaligen Hertha-Kapitän. Videoaufnahmen können nichts beweisen und auch die testweise eingesetzten Torrichter erlauben sich kein Urteil. Deswegen beantragt die Hertha ein Maskenverbot für Friedlich. Wolfsburg legt Berufung ein.
Ein Wunder: Franck Ribery kehrt nach überstandenem Husten und anschließendem Schnupfen ins Training des FC Bayern zurück. Auch Arjen Robben schaut mal wieder vorbei, stellt jedoch schnell fest, dass es ihm hier und da zwickt. Und auch Ribery muss seine erste Trainingseinheit vorzeitig abbrechen. Ein Bienestich an der rechten Hand droht sich zu entzünden.
Die ausgeliehenen Bayern-Spieler Breno und Andreas Ottl sorgen derzeit beim 1. FC Nürnberg für Furore. Während Ottl sich zum Spielmacher der Franken aufschwingt, besticht Breno durch ein fehlerfreies und konsequentes Abwehrspiel. Nicht nur der brasilianischen Nationaltrainer Carlos Dunga hat ein Auge auf den Brasilianer geworfen. Auch Real Madrid will den Abwehrhünen für 67 Millionen Euro kaufen. Bayern-Manager Nerlinger lehnt allerdings dankend ab und sagt: „Hängt noch einen null dran, dann können wir reden.“
Geredet wird auch auf Schalke derzeit eine Menge. Und zwar in 12 Sprachen. Zwar hat Felix Magath seine Mannschaft wieder auf die Erfolgsspur gebracht, Schalke bleibt weiterhin Zweiter hinter Leverkusen, dennoch verliert er manchmal den Überblick auf dem Trainingsplatz. Deswegen verpflichtet Schalke nun auch Dolmetscher für die Sprachen norwegisch, japanisch, portugiesisch, französisch, finnisch, tschechisch, chilenisch und swali und Esperanto. Clemens Tönnies finanziert die neuen Dolmetscher freundlicherweise vor. Mittlerweile tummeln sich bis zzu  81 Menschen auf dem Trainingsplatz in Gelsenkirchen.
In Leverkusen stehen die Zeichen derweil auf Titelgewinn. Die Leverkusener gaben sich in der Rückrunde bisher noch keine Blöße und blieben ohne Niederlage. Stefan Kießling hat nach seinem Doppelpack am 28. Spieltag mittlerweile 30 Tore auf dem Konto. Jogi Löw ist beeindruckt: „Wenn Stefan weiter so spielt, dann ist er eventuell eine Alternative zu Podolski, Klose und Gomez.“ Der Rest der Liga stellt einen Eilantrag an den DFB und fordert, dass Leverkusen die restlichen Saisonspiele allesamt in Düsseldorf austragen muss – gegen Unterhaching.
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Wer wird Meister? Wer steigt? ab? Macht Ribery noch ein Ligaspiel? Die Auflösung erfahrt ihr morgen im zweiten Teil der Rückrunden-Vorschau.
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