Du bist hier: Home > Fan Blog > 1. Liga > Warten auf Guerrero

Artikel

Warten auf Guerrero

Icon.Share.Like Add this Ich mag diesen Artikel

Ganz Hamburg wartet derzeit auf die Rückkehr des angeschlagenen Angreifers Paolo Guerrero. Der Peruanuer leidet an schwerer Flugangst und sitzt in seiner Heimat Peru fest. Deswegen wird derzeit eifrig an alternativen Reisemöglichkeiten gearbeitet. Auch wir haben ein paar Vorschläge. 

Sitzt derzeit mit Flugangst in Lima fest: Paolo Guerrero (Bild: Imago)

Sitzt derzeit mit Flugangst in Lima fest: Paolo Guerrero (Bild: Imago)

Es ist wirklich eine Krux. Paolo Guerrero vom Hamburger SV sitzt weiter in der peruanischen Hauptstadt Lima fest. Während zunächst die akute Flugangst des Fußballprofis einen Rückflug aus seiner Heimat nach Deutschland verhinderte, scheiterte der neueste (und insgesamt vierte) Versuch des HSV-Stürmers, die Maschine zu besteigen, diesmal nicht an ihm, sondern daran, dass sein Cousin, der als moralische Stütze mitfliegen sollte, kein gültiges Visum besaß.

 

Die Frage, die sich alle stellen: Wie ist Guerrero überhaupt nach Lima bekommen, wenn es doch offenkundig so schlimm um die Aviophobie des 26-Jährigen bestellt ist? Die Antwort ist verblüffend simpel: Mit dem Flugzeug. Wegen eines Kreuzbandrisses ist Guerrero derzeit außer Gefecht, von Lima aus wollte er vergangene Woche über Mexiko ins US-amerikanische Denver zu einem Kniespezialisten fliegen, der den Heilungsverlauf begutachten sollte. Warum statt eines Direktflugs von Deutschland in die USA von Vereinsseite einer solch abenteuerlichen Odysse zugestimmt wurde, bleibt fraglich. Wie jetzt bekannt wurde, musste der Pilot, der Guerrero von Peru nach Mexiko bringen sollte, nach 40 Minuten Flugzeit umkehren, weil der Fußballer heftigste Panikattacken bekam. Seitdem sitzt er in Lima fest.

Per Schiff in die Elbstadt?

Nicht der schlechteste Ort für ein angstbedingtes Exil, könnte man sagen, sind doch für die nächsten Tage in der Pazifikmetropole 27 Grad angesagt, während in der Hansestadt seit Wochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen. Dennoch würde es der Hamburger SV verständlicherweise lieber sehen, wenn der Verschollene bald wieder sein Rehaprogramm aufnehmen würde, Scheißkälte hin oder her. Deswegen
entsandte man Teammanager Marinus Bester nach Peru – bislang ohne Erfolg.

Allerlei Rückholaktionen wurden in den letzten Tagen angedacht.  Naheliegende Lösung: Guerrero schippert mit einem Atlantikdampfer zurück, quer durch den Panamakanal, über den Atlantik und bis zur Elbmündung. Der HSV scheint diese Lösung noch nicht recht ernst zu nehmen, aber eine Dampferfahrt hätte ungeahnte Vorteile.

Allerlei Entwicklungsmöglichkeiten

Rund drei Wochen muss man auch im Jahre 98 nach der Titanic noch für eine Atlantiküberquerung per Schiff einplanen. In drei Wochen könnte Guerrero so einiges Weiterführendes machen. Zum Beispiel sein Schach verbessern (siehe Zweigs „Schachnovelle“) oder die Liebe seines Lebens finden (siehe ZDF-Traumschiff) . Auch könnte der Peruaner das Rehaprogramm statt in Hamburg einfach erst einmal an Deck fortsetzen. Bei frischer Seebrise und guter Verköstigung heilt das Kreuzband sicher schneller als im Schneetreiben. Vielleicht erhält Chefunterhändler Bester von seinem Arbeitgeber auch eine längere
Freigabe und kann auf der Überfahrt gezielt auf die Psyche seines Schützlings einwirken. Bei Ankunft in Hamburg wäre aus dem sensiblen Mitläufer ein gesundeter Profi mit Weltstarambitionen geworden, der den HSV in den letzten Spielen zum Titel schießt.

Ultima Ratio wäre wohl eine Überführung von Emile Ratelband nach Lima. Nach ein paar Einheiten mit dem „Tschaka“-Papst würde Guerrero
sicherlich selbst die heruntergekommenste kasachische Propellermaschine besteigen.

 

Ein Text von Johannes Ehrmann


27. Januar 2010 , 15:30 Uhr

Kommentare

1

SlickRick am 27.01.10 um 16:09 Uhr

GANZ Hamburg würde ich jetzt nicht sagen. Jetzt wo wir "van the Man" haben wird es für Paolo eh eng. Und eine Verhandlunsbasis für 4,5 Mio. € Gehalt im Jahr dürfte wohl nu auch Futsch sein. Er macht es wohl nicht mit Absicht, trotzdem eher suboptimal für ihn!






Kommentar abgeben

eZahl   


Kommentar abschicken